Archiv des Autors: bhk

Philosophieressourcen zum Selbststudium

Wir freuen uns, die überarbeiteten Vorträge von Dr. Anne C. Thaeder und Dr. Christoph Lubberich ihnen hier zugänglich machen zu können. Vor Kurzem haben sie in der Philosophischen Gesellschaft zu Nietzsche und zu Sloterdijk referiert, und durch die Zusammenstellung der beiden Vorträge werden die Bezüge gut sichtbar

Für das Selbststudium oder den entspannten Genuss gibt es viele Ressourcen zur Philosophie im Internet. Auch das Angebot an Podcasts und YouTubekanälen ist enorm – schließlich steht uns im Web die ganze Welt offen. Wir können unmöglich diese Vielzahl und Vielfalt hier abbilden, aber zum Einstieg hier eine kleine Auswahl von Angeboten an Podcasts und Kanälen auf YouTube als Appetitanreger:

Zunächst gibt es einen neuen philosophischen Podcast aus Bremen von Christoph Lubberich: Rückwärts verstehen, vorwärts leben

Und hier noch eine kleine Auswahl weiterer Quellen zum Rum- und Weiterstöbern. Es heißt ja, die Serendipität liefere uns neue interessante und überraschende Informationen – man müsse dazu nur irgendwo einmal anfangen. Dabei wünschen wir ihnen viel Erfolg und Vergnügen.

Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar

Prof. Paul Hoyningen-Huene (mit mehreren Vorlesungsserien)

Sternstunde Philosophie vom SRF

Partially Examined Life (englisch)

Prof. Sean Carroll (Physik, Kosmologie)

Zur Sache! Gespräch zur Ausstellung Adrift im Gerhard Marcks Haus

30. Januar 2020, 18.30 Uhr
Gerhard Marcks Haus, Am Wall 208
Gespräch zwischen RAINER IWERSEN und PROF. DR. BENGT BEUTLER, BREMEN
Zur Sache!
Im Rahmen der Ausstellung Adrift von Ricardo Brey
Information zu dieser Veranstaltung

Mein Plan ist es, das Brett umzudrehen, auf dem das konzeptionelle Schachspiel der Avantgarde des 20. Jahrhunderts gespielt wurde. Ich schaue von meinem afro-karibischen Hintergrund nach Westen und baue eine afro-karibische gotische Kathedrale“ (Ricardo Brey in einem Interview mit Evan Mofitt, Katalog zur Ausstellung Adrift 2019, S. 197).


Der 1965 in Kuba geborene Ricardo Brey , der seit 1992 in Belgien lebt, verursachte 1985 mit seiner ersten Sammelausstellung in Havanna wegen ihres Bruchs mit der traditionellen Kunstauffassung einen Skandal. 1992 wurde er auf der Documenta erstmals in Deutschland ausgestellt.


Für Rainer Iwersen war dies ein Grund, einen persönlichen Eindruck von den dort ausgestellten Werken zu gewinnen. Das Gespräch mit ihm im Rahmen der Ausstellung Adrift im Gerhard Marcks Haus verspricht einen weiteren Blick über den Tellerrand der eigenen Kunstwahrnehmung vor der Frage nach den Grundlagen und Möglichkeiten universeller Maßstäbe

Prof. Dr.Dr. Löffler – Philosophische Theologie: Gibt es das und braucht man das?

Vortrag am 18. Oktober 2019, 19:00 Uhr
Ort: Presseclub Bremen, Schnoor 27

Prof. Dr. Dr. Winfried Löffler (Innsbruck)

Philosophische Theologie: Gibt es das und braucht man das?

Kann man mit Mitteln der natürlichen Vernunft etwas über die Existenz und die Eigenschaften Gottes ausmachen, wie dies die „philosophische Theologie“ versucht? Viele nicht-religiöse wie auch religiöse Menschen begegnen dieser Idee mit deutlichen Vorbehalten. Verbreitet ist auch die Einschätzung, Immanuel Kant (1724-1804) habe dieses Projekt doch für immer als ungangbar erwiesen. Der Vortrag zeigt, dass eine Minimalversion philosophischer Theologie aber kaum verzichtbar ist, sofern man dem religiösen Glauben einen kognitiven Gehalt zuschreibt und ihn mit Vernünftigkeitsansprüchen verbindet.

Prof. Dr.Dr. Winfried Löffler (*1965) hat Philosophie, Rechtswissenschaften und Theologie studiert und lehrt und forscht an der Universität Innsbruck/Österreich. Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftstheorie, Logik, analytische Religionsphilosophie. Veröffentlichungen: Einführung in die Religionsphilosophie (Darmstadt: WBG 3.Auflage 2019); Einführung in die Logik (2008), mehr als 120 Aufsatz in Zeitschriften, Handbüchern und Sammelwerken , zuletzt: Religion und Erkenntnis (mit Ch. Tapp), in: M.Grajner/G. Melchior, Handbuch Erkenntnistheorie (Stuttgart: Metzler 2019).

Wann und wie kommt der Geist in die Natur?

Veranstaltung des Instituts für Philosophie der Universität Bremen in Kooperation mit der Philosophischen Gesellschaft.

Freitag, 26. 01. 2018, 14.30 – 18.00 Uhr
Ort: Universität Bremen, Raum: GW2 B 3009

„Wie und wann kommt der Geist in die Natur?“

Vorträge von Prof. Dr. Ansgar Beckermann („Der Geist kam mit den Tieren“) und Prof. Dr. Godehard Brüntrup („Über die Unableitbarkeit der geistigen Dimension“).

Auf dem Podium diskutieren neben den Referenten Prof. Dr. Katja Crone, Dr. Peter Schulte, Dr. Dr. Norman Sieroka und Prof. Dr. Holm Tetens.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

„Zur Sache! – Gespräche zwischen Kunst und Philosophie“: „Wege aus dem Bauhaus“

Donnerstag, 01. 02. 2018, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Bengt Beutler (Bremen)
„Zur Sache! – Gespräche zwischen Kunst und Philosophie“
im Rahmen der Ausstellung „Wege aus dem Bauhaus“
Ort: Gerhard-Marcks-Haus

Lässt sich Design aus seinem eigenen Begriff oder der eigenen Praxis erklären und beschreiben oder nur im Zusammenhang mit anderen Begriffen wie dem der Kunst und der Gesellschaft? Vom Disegno der Renaissance bis zu Roosevelts Grand Design und die britische Fernseh-Serie Grand Designs spannt sich die Vorstellung der Vorstellung einer besser zu gestaltenden Wirklichkeit. Im Rahmen der Ausstellung „Wege aus dem Bauhaus“ und der Gesprächsreihe „zur Sache“ wird Prof. Oliver Niewiadomski als Gesprächspartner von Prof. Dr. Bengt Beutler über seine Vorstellungen und den Umgang mit Design sprechen. Prof. Niewiadomski ist Professor für Konstruktive Geometrie an der Hochschule für Künste Bremen.

Podiumsdiskussion: Wie zeitgemäß ist das Menschenbild Luthers heute – Homo Deus im Lutherjahr

Donnerstag, 30. November 2017, 19 Uhr
Ort: Domkapitelhaus, Domsheide 8, 28195 Bremen

Veranstaltung der Philosophischen Gesellschaft Bremen und der Bremischen Evangelischen Kirche

Mit dem Reformationstag hat das Jubiläumsjahr der Reformation einen beachtlichen Höhepunkt gefunden. Die eindrucksvolle Teilnahme gläubiger Menschen ist gleichwohl keine Antwort auf die Frage, wie zeitgemäß das Menschenbild Luthers ist, der im Zentrum der Reformation steht. In einer Gegenwart, in der das Menschenbild noch nie so gefährdet und manipulierbar erschien, soll die gemeinsam von der Philosophischen Gesellschaft und der Bremischen Evangelischen Kirche veranstaltete Podiumsdiskussion eine Brücke über inner- und intertheologische Diskurse hinaus in den gesellschaftlichen Diskurs der Gegenwart schlagen. Die Veranstaltung wendet sich an alle Menschen, die sich Gedanken über die Menschen und ihre Zukunft machen.

Prof. Dr. Christoph Auffahrt, Religionswissenschaftler, Universität Bremen
Jens Böhrnsen, Botschafter der Bremischen Evangelischen Kirche im Reformationsjahr 2017
Dr. Bernd Kuschnerus, stellv. Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche
Anne Thaeder, Philosophisches Institut Universität Bremen
Moderation Prof. Dr. Bengt Beutler, Philosophische Gesellschaft Bremen

Vortrag zur Sharing Economy von Göttrik Wewer

Im Rahmen unserer Reihe „Digitale Welt“:

Dienstag, 03. November 2015

19.00 Uhr
Stadtwaage, Langenstr. 13, Bremen

Dr. Göttrik Wewer (Vice President E-Government Deutsche Post Consult GmbH)

Teilen als Geschäftsmodell?
Politische, wirtschaftliche und soziale Probleme der Sharing Economy.

Im Modell der Sharing Economy sind zwei Gedanken verschmolzen, die eigentlich Gegensätze sind: altruistisches Handeln, das für Verschenken, Tauschen, Verleihen oder gemeinsame Aktivitäten kein Entgelt erwartet, und wirtschaftliches Handeln, das Gewinne erzielen will. Die Frage ist, ob sich dieser Widerspruch harmonisch auflösen lässt oder ob der Kommerz die Selbsthilfe überlagert, wenn sie als Geschäftsmodell entdeckt wird.

Dr. Göttrik Wewer ist ein Experte zu den Fragen von E-Government, Sharing Economy und Vertrauen und Sicherheit im Internet. Er war Staatssekretär im niedersächsischen Kultusministerium, im Bundesministerium des Innern, sowie Staatsrat für Bildung und Wissenschaft in Bremen.

(Eintritt: 3,- € / 1,50 €)

Demokrits Erben. Der Atomismus zwischen Philosophie und Physik

Demokrits Erben. Der Atomismus zwischen Philosophie und Physik
Der Vortrag geht der Frage nach, welche Ideen des antiken Atomismus gegenwärtig noch lebendig sind. Die gängige Unterscheidung zwischen einer „philosophischen Periode“ des Atomismus und einer sich in der Neuzeit und speziell im 19. Jahrhundert anschließenden „physikalischen Periode“ ist irreführend. Das liegt u. a. daran, dass im antiken Atomismus verschiedene inhaltliche und methodische Gedanken verknüpft sind, die im
weiteren Verlauf unterschiedliche Schicksale haben. Die genauere Untersuchung zeigt, dass das durch den Atomismus nahe gelegte naturalistische Natur- und Menschenbild und seine methodischen Maximen noch aktuell sind, während von den physikalischen Annahmen des Atomismus in der gegenwärtigen Physik nicht viel übrig geblieben ist.

Manfred Stöckler, geb. 1951, Dipl.-Phys., Dr. phil., Professor für Theoretische Philosophie
mit dem Schwerpunkt Naturphilosophie und Philosophie der Naturwissenschaften an der Universität Bremen (seit 1990).
Studium der Mathematik, Physik und Philosophie in Gießen und Heidelberg. Publikationen zu philosophischen Problemen im Umkreis der gegenwärtigen
Naturwissenschaften (insbes. der Quantentheorie und der Kosmologie), zur Wissenschaftstheorie komplexer Systeme und zur Physikdidaktik.